BIM@Work – Aspekte der digitalen Vernetzung

Mit diesem Thema beschäftigte sich am 6. November 2012 ein hochkarätig besetzter Kongress im Plenarsaal der Akademie der Künste in Berlin.

Initiator der jährlich stattfindenden Veranstaltung war der im deutschsprachigen Raum agierende Verein buildingSMART e.V., welcher mit weiteren Verbänden aus über 30 Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Skandinavien, Singapur u. a. unter dem Dachverband der internationalen Non-Profit-Organisation buildingSMART International vereint ist.

Der 1995 als IAI – International Alliance for Interoperability gegründete Interessensverband begann schon in den Anfängen mit der Festlegung und Definition von Lösungen und Standards für das Bauwesen, wie den IFC – Industry Foundation Classes (Seitenbeschreibungssprache zum BIM-Datenaustausch). Erklärtes Ziel dieser und weiterer länderübergreifender Building Smart Organisationen ist dabei die Etablierung modellbasierter Ansätze zur Prozessoptimierung im Bauwesen. Ein derartiges Modell galt es auch an jenem Tag eindrucksvoll in Szene zu setzen.

Ziel der diesjährigen Veranstaltung des buildingSMART-Forums war es, mehr als 200 Vertretern international agierender Unternehmen die Vorzüge des Building Information Modeling (BIM) näher zu bringen.

Die einzigartige Idee dieses dreidimensionalen Datenmodells, sämtliche Bauprozesse durch aktive Vernetzung aller am Bau Beteiligter bereits vor Baubeginn detailliert darstellen zu können, um somit Problemen jeglicher Art bereits in der Planungsphase vorzubeugen, sorgte bereits im Vorfeld für Skepsis. So wurde nicht nur die Realisierung der Einführbarkeit im Hinblick kleinteiliger Bürolandschaften sondern auch der Zeit- und Kostenaufwand kritisch hinterfragt.

Anhand eindrucksvoll geschilderter Beispiele aus der Praxis von renommierten BIM-Anwendern aus aller Welt, konnte jedoch glaubhaft vermittelt werden, dass diese neuartige Planungsmethode weltweit erfolgreich praktiziert wird und der relativ hohe Zeit- und Kostenaufwand in der Konzeptionsphase letztendlich zu einer hohen Zeit- und Kostenersparnis während des Bauvorhabens führt. So wären viele dieser Bauprozesse ohne diese neuartige Technologie wirtschaftlich kaum realisierbar gewesen.

Dadurch zeigte sich einmal mehr, dass BIM als innovative und zeitgemäße Methode zur Optimierung und Verbesserung von Abläufen im Bauprozess in der Planungspraxis angekommen und nicht mehr wegzudenken ist. So wird das Modell aufgrund seiner wegweisenden Funktionalität und Vielfalt auch in Zukunft etliche Gestaltungsprozesse nachhaltig beeinflussen.

Weitere Infos unter: www.buildingsmart.de
Fotos: – Erik-Jan Ouwerkerk, Berlin